Geschichte

Zur Geschichte des Clubs
1953 taten sich tennisbegeisterte Mitarbeiter der Salzgitter AG zusammen und erreichten den Bau der ersten beiden Tennisplätze auf dem von altem Baumbestand eingerahmten Gelände nahe dem Stift Steterburg.

Gründung:
Die Initiative zur Gründung eines Tennisclubs in Salzgitter-Thiede ging auf eine kleine Gruppe am Tennisspiel interessierter Mitglieder der Salzgitter AG zurück. Dieser Kreis konnte bei der Salzgitter AG durchsetzen, dass 1953 auf dem heutigen Clubgelände zwei Tennisplätze gebaut wurden.
Finanziert wurde das Bauvorhaben ausschließlich von der Salzgitter AG.
Die offizielle Gründung unseres Clubs fand am 22.Mai 1954 im Gasthof „Zur Krone“ in Salzgitter-Thiede statt. Bei der Gründungsversammlung waren folgende 12 Personen anwesend:
– Herr Dr. Berner
– Herr und Frau Geschwandner
– Herr und Frau Strahlendorf
– Herr und Frau Dr. Maxion
– Herr und Frau Dr. Rimner
– Frau Ende
– Herr Niemetz
– Herr Dr. König

Der Zweck des Vereins ist in der Satzung wie folgt beschrieben:
„Der Verein dient nicht wirtschaftlichen Zielen. Er bezweckt, durch Ausübung des Tennissports die Körperertüchtigung seiner Mitglieder zu fördern, das Gemeinschaftsbewusstsein zu stärken und die Heimatverbundenheit zu vertiefen. Die Jugend soll zu gesunden, charaktervollen und gemeinschaftsbewussten Menschen erzogen werden.“

Der erste Vorstand
– Vorsitzender Herr Dr. Berner
– 1. Stellvertreter Herr Niemetz
– 2. Stellvertreter Frau Ende
– Schriftführer Herr Dr. Maxion
– Kassierer Herr Strahlendorf
– Sportwart Herr Geschwandner
– 2. Sportwart Frau Rimner
Am Ende des Gründungsjahres des Clubs waren 30 Personen in der Mitgliederkartei eingetragen. Das Gelände mit den beiden Doppelplätzen wurde von der Salzgitter AG gepachtet. Die jährliche Pacht betrug DM 5,-.

Ausbau der Tennisanlage

Im Sommer 1954 wurde mit dem Bau eines Clubhauses begonnen. Im folgenden Januar 1955 wurde das Clubhaus fertig gestellt und konnte eingeweiht werden. Es bestand aus einem größeren Raum mit einer angrenzenden Küche und zwei Toilettenräumen. Eine Bewirtung der Gäste und Clubmitglieder war zu diesem Zeitpunkt weder möglich noch beabsichtigt.

Auf die heutige Größe wurde das Clubhaus 1957/58 erweitert. In diesen beiden Jahren wurden auch zwei weitere Plätze und das Schwimmbad erstellt. Alle diese Bauvorhaben waren nur durch große Eigenhilfe der Mitglieder möglich. Vor allem die Herren Geschwandner, Dr. Maxion, Lenz, Niemetz und Müller sind hier beispielhaft vorangegangen. Als ein Unikum kann man wohl die Tatsache bezeichnen, dass die Bauanträge für die Clubhauserweiterung und für das Schwimmbecken erst 1967 genehmigt wurden, also schon zehn Jahre nach Antragstellung.

1972 muss man als eines der wichtigsten Jahre in der Geschichte des Vereins ansehen. Dem damaligen Vorstand war es gelungen, die Anlage von der Salzgitter AG zu erwerben. Mit der Eintragung vom Januar 1972 in das Grundbuch von Salzgitter Thiede, Band 39, Blatt 1208, wurde der Club Eigentümer der Tennisanlage.

In diesem Jahr konnten die folgenden baulichen Änderungen abgeschlossen werden: Erstellung der Parkplätze an der Einfahrt, Ausbau der Theke, Renovierung des Clubhauses und Generalüberholung der Plätze durch eine Fachfirma aus Uelzen.

Beitritt NTV

Im Jahre 1958 trat der Verein dem Niedersächsischen Tennisverband bei. Während in den vergangenen Jahren nur Freundschaftsspiele ausgetragen wurden, begann man nun auch mit einer Herrenmannschaft an den Punktspielen teilzunehmen. Seit 1973 werden auch unsere kleinsten und jüngsten Mitglieder systematisch mit dem Tennissport vertraut gemacht. Wenn man die Erfolge der verschiedenen Jugendmannschaften sieht, wird man feststellen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist.

Sportliche Entwicklung

Aus den Chroniken unserer Vereinsgeschichte anlässlich des 25- und 40-jährigen Bestehens ist ersichtlich, dass nach der Vereinsgründung im Jahre 1954 rund 16 Jahre mehr oder weniger „Kaffeetennis“ angesagt war.

Der sportliche „Urknall“ ereignete sich dann im Jahre 1970, wo erstmals zwei Herren- und eine Damenmannschaft am Punktspielbetrieb teilnahmen. Im Jahre 1974 gelang der ersten Herrenmannschaft der Aufstieg in die Landesliga. Das zweite Herrenteam stieg in diesem Jahr in die Bezirksliga auf. Nach ihrer ersten Teilnahme am Punktspielbetrieb 1970 schafften die Damen vom TC Schwarz-Weiss Steterburg ein Jahr später den Aufstieg in die Bezirksliga.

1979, im 25. Jubiläumsjahr, zeigten die Damen und Herren des Clubs ansprechende Leistungen. Die erste Herrenmannschaft verfehlte nur knapp den erneuten Aufstieg in die Landesliga. Die „Zweite“ spielte sich in die Bezirksliga und die „Dritte“, die erstmals dabei war, schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die Kreisliga.

Im Jahr 1994, zum 40-jährigen Jubiläum, spielten die Mannschaften unseres Tennisclubs überwiegend auf Verbandsebene,  das Seniorenteam sogar in der Landesliga.

Weitere Baumaßnahmen

1976 war wieder ein sehr ausgabefreudiges Jahr: Eine neue Küche wurde eingebaut, das Schwimmbad erhielt eine neue Filteranlage und eine Beheizung, und die Terrasse an der Vorderseite des Clubhauses wurde neu gestaltet. Das Clubhaus erhielt in diesem Jahr sowohl innen als auch außen einen neuen Anstrich. Alle diese Änderungen waren nur möglich durch den selbstlosen Einsatz des damaligen Vorstandes.

Mit der Erweiterung der Tennisplätze auf fünf Doppelfelder und dem Bau eines Kinderspielfeldes ist die Kapazität der Anlage voll erschöpft. Dieser Ausbau erfolgte im Jahre 1977. Was schon lange Zeit notwendig gewesen wäre, jedoch immer wieder an Finanzierungsschwierigkeiten scheiterte, konnte verwirklicht werden: Eine neue Kanalisation wurde verlegt. Für die kommenden Jahre war vor allem der Ausbau des Clubhauses geplant.

25-jähriges Jubiläum

Am 8. und 9. September 1979 wurde das 25-jährige Bestehen des TC Schwarz-Weiss Steterburg mit einem großen Sportwochenende auf unserer Anlage gefeiert. Höhepunkt dieses Festes war der große „Festliche Abend“ in unserem Clubhaus. Zu diesem Ereignis wurde auch eine Festzeitschrift, 25 Jahre TC Schwarz-Weiss Steterburg, herausgegeben. Der Chronist konnte sich beim Studium dieser Zeitschrift eines Schmunzelns nicht erwehren. Nicht nur die Texte gaben hierzu Anlass, sondern auch die zahlreichen Fotos aus längst vergangenen Tagen.

Einige der damals Abgebildeten findet man dann auch in der Festzeitschrift zur Feier des 40-jährigen Bestehens des TC-SW Steterburg am 24/25.09.1994 wieder. Zwar leicht gereift aber immer noch als Tennis- und Turnierspieler.

Man könnte annehmen, es hat sich also nicht viel verändert. Doch es hat sich einiges schon in den nächsten 15 Jahren geändert. Allein der Vorstand hat in dieser Zeit mehrmals sein Gesicht gewechselt.

Vorstandsmitglieder 1979-1994

– 1. Vorsitzender: Hartmut Schimanski, Hans-Jürgen Schulz, Karl-Heinz Meyer.

– Stellvertretende Vorsitzende: Hein Schriewer, Friedel Wolpers, Hans-Peter Temp, Carsten Eppers.

– Bauwart: Lubomir Antonowitsch, Kurt Otten, Hein Schriewer, Jürgen Henke, Heinz Grabowy.

– Sportwart: Dr. Hartmut Weiß, Dr. Volker Greul, Dieter Fischer, Wolfgang Rua, Torsten Rua, Bernd Heimlich.

– Schatzmeister: Klaus Hennecke, Peter Krüger, Thomas Merklin-Noll.

– Jugendwart: Litti Nester, Jürgen Spierling, Thomas Merklin-Noll, Ulla Hoffmann.

– Schriftführer: Edith Kleinfeld, Edda Greul, Gitti Weiß, Antje Schomäker.

Weitere Aufgabenfelder um die sich Clubmitglieder kümmerten

– Hallenverwaltung: Jürgen Spierling

– Getränkewart: Hartmut Weiß, Hans und Roti Klimtschok.

– Festausschuss: Rosi Gebert.

Weitere Bauinvestitionen

Im Herbst 1984 wurde der Ausbau unseres Clubhauses begonnen und am 4. April 1985 abgeschlossen. Hierbei wurde der gesamte Sanitärbereich erneuert. Die Finanzierung erfolgte durch Mitgliederspenden, einem Zuschuss der Stadt Salzgitter und durch erhebliche Eigenleistungen von 16 Clubmitgliedern. Die Bembel über der Theke zeigen heute noch Ihre Namen. Weiterhin erhielt unser Schwimmbad durch eine Mitgliederspende einen neuen Innenbelag aus Kunststoff.

Unsere Platzanlage bekam 1989 eine Beregnungsanlage über deren Effizienz man heftig stritt. Heute gehört sie im Wesentlichen der Vergangenheit an, nur Platz 5 wird heute noch über diese Anlage beregnet. Eigentlich also ein Flop.

Das 40-jährige Bestehen

Am 24. und 25. September wurde das 40-jährige Bestehen des TC Schwarz-Weiss Steterburg mit den Endspielen der damaligen Clubmeisterschaften, einem offiziellen Empfang mit den zugehörigen Laudatien und einem tollen „Festlichen Abend“ gefeiert. Ab Montag dem 26.09.1994 aber war das 40-jährige schon Geschichte und der Vorstand wieder mitten im Alltag. So sollen an dieser Stelle die Jahre bis 2004, die Aktivitäten und Veränderungen im Club und an der Anlage beleuchtet werden. Es ist guter Brauch, an dieser Stelle allen denjenigen zu danken, welche sich um den Club verdient gemacht haben. Dies waren und sind in erster Linie die Mitglieder des Vorstandes, der natürlich in den letzten Jahren mehrfach gewechselt hat.

Vorstand ab 1994

– 1. Vorsitzender: Karl-Heinz Meyer, Bernd Wrede, Dr. Fabian Dettmer

– 2. Vorsitzender: Carsten Eppers, Thomas Merklin-Noll, Reinhard Preis

– Bauwart: Heinz Grabowy, Jürgen Spierling, Michael Posniak, Jürgen Spierling, Thomas Brunn

– Kassenwart: Thomas Merklin-Noll, Ingrid Glagla, Peter Krüger, Stefan Knackstedt

– Schriftwart: Antje Schomäker, Conny Siegling, Petra Reimann, Kerstin Kaczmarek, Karen Hoffmeister, Heike Kühnel

– Sportwart: Bernd Heimlich, Olaf Gerdel

– Jugendwart: Ulla Hoffmann, Gudrun Gröger

Weitere Aufgabenfelder, um die sich Clubmitglieder kümmern:

– Hallenwart: Jürgen Spierling

– Getränkewart: Roti und Hans Klimtschok, Volker Haupt-Salinsky

– Pressewart: Reinhard Preis

Weitere Schwerpunkte

In der Jugendarbeit ist durch den konsequenten Ausbau des Jugendtrainings und der Ausbildung von geeigneten Jugendlichen zu Übungsleitern die Anzahl der Jugendlichen ständig erhöht worden. In den Sommerferien wird seit 1996 von unserem Jugendtrainer Olaf Gerdel ein Jugendcamp auf unserer Anlage veranstaltet, welches jetzt fast schon zu einer Institution geworden ist und sich jährlich größerer Beliebtheit erfreut.

Eine weitere Neuerung hat sich 1997 eingeschlichen. Immer wieder diskutierte der Vorstand über den Sinn der jährlichen Arbeitseinsätze. Diese dienen nicht nur dem Herrichten der Plätze sowie der gesamten Anlage, sondern auch der Vorfreude auf die bevorstehende Sommersaison. Nachdem der Zustand der Plätze sich 3 Jahre hintereinander kontinuierlich verschlechtert hatte, rang sich der Vorstand erstmalig zu einer Grundsanierung der Plätze durch und beauftragte eine Firma, die Plätze zu sanieren. Durch die Beibehaltung der regelmäßigen Frühjahrssanierungen, konnte eine teure Grundüberholung der Plätze bisher vermieden werden. Die Plätze sind somit in den vergangenen Jahren in einem mehr als akzeptablen Zustand. Wie ging es weiter mit dem Arbeitseinsatz? Zuerst wurden die 100 DM für die Nichtteilnahme abgeschafft, dann gab es viel Grundsatzgerede und jetzt wird wieder eine Gebühr für die Nichtteilnahme erhoben. Alles also beim Alten? Vielleicht, nur sind wir um einige Erfahrungen reicher und das gemeinsame Schmausen am Ende der Arbeit wird weiterhin gern genutzt. Dafür gehen wir mit den Telefongebühren großzügig um, genauso wie mit den Feiern. Schon seit einigen Jahren können die Clubmitglieder für Privatfeiern das Clubhaus für einen geringen Betrag anmieten.

Das Schleifchenturnier zu Pfingsten, der „Ironman“ und der „Trümmerpokal“ erfreuen sich reger Beteiligung. Auch der Tanz in den Mai (Saisoneröffnungsfeier) sowie die Saisonabschluss- und die immer häufiger stattfindenden Silvesterfeiern zeugen von einem schönen Sozialgefüge und gesellschaftlicher Harmonie des Clubs über das sportliche Geschehen hinaus.

Investitionen bis 2004

Natürlich wurde in den vergangenen Jahren auch einiges an Verschönerungen und sonstigen Erhaltungsmaßnahmen vorgenommen. So wurde 1996 die Halle mit ihren Umkleide- und Aufenthaltsräumen von Grund auf saniert. Die Umkleide- und Sanitärbereiche des Clubhauses erhielten 1999 neue Fenster, eine Musikanlage konnte angeschafft, die Küche mit neuem Kühlschrank und Herd wieder benutzbarer gemacht werden. Eine größere Summe musste 2002 investiert werden, um die Heizungsanlagen für die Tennishalle und das Clubhaus zu ersetzen- klar, bei den neuen Grenzwerten war das auch nicht anders möglich. Dem Pool wurde eine Dusche und eine Abdeckung spendiert und die Innenausstattung des Clubraumes erneuert.

Mit einem hohen finanziellen Aufwand wurde Anfang 2004 die Terasse der Clubanlage erneuert, erweitert und damit auch verschönert. Das neue Terrassenmobiliar konnte durch die freundliche Unterstützung der Krombacher Brauerei angeschafft werden und rundet das nun tolle Gesamtbild ab.